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| Auf ein Neues! Karl Freilinger und Gerhard Gruber mit ihren Stahlrössern |
"Von der Seidenstraße träume ich seit 27 Jahren“, sagt Karl Freilinger (52). Seine Augen glänzen dabei, man spürt, dass er sein Abenteuer endlich in Angriff nehmen will.
Globetrotter setzt auf bewährte bayrische Technik
Heute, Samstag, geht es los. Mit seinem Freund Gerhard Gruber aus Tirol wird er von Linz aus aufbrechen. Die beiden haben ihre Motorräder beladen, mit allem, was für ihre Reise notwendig ist. „Ich habe mir extra ein Motorrad ohne Elektronik gekauft. Das kann man überall reparieren“, sagt Freilinger. Eine BMW 100 GS Paris-Dakar Classic, Baujahr 1995. 42.000 Kilometer hat sie auf dem Buckel. „Ich habe eine kleine Erbschaft gemacht, da ist sich die Maschine ausgegangen“, sagt Freilinger und grinst.
Reisen ist nicht gleich reisen
Sein Beruf ist Manager bei Andritz Hydro. Beruflich fliegt er deshalb ständig rund um den Globus, ist erst gestern von einem Aufenthalt in Indien zurückgekommen. „Bei den Dienstreisen siehst du aber nur Flughäfen, Taxis, Hotels und Betriebe. Jetzt, das ist etwas ganz anderes.“ Jetzt heißt: Die kommenden drei Wochen auf dem Motorrad unterwegs zu sein. Über Slowenien, Kroatien, Serbien, die Türkei, die syrische Wüste, dann wieder die Türkei, bis nach Teheran, so der Plan Freilingers für die heurige Etappe. 7000 Kilometer stehen auf dem Programm, drei Wochen sind dafür eingeplant. „Die Reise ist nichts für Weicheier. Wir werden nur untertags fahren. Nachts ist es zu gefährlich.“ Welche Gefahren lauern? „Vor allem andere Verkehrsteilnehmer“, sagt der Linzer.